Reger Austausch beim Wirtschaftsdialog im Meckenheimer Rathaus

In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) Bonn und dem Unternehmernetzwerk Rhein-Voreifel hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Meckenheim zum Wirtschaftsdialog eingeladen. Ziel der Veranstaltung im Meckenheimer Rathaus war, Unternehmerinnen und Unternehmer über die Möglichkeiten zu informieren, internationale Fachkräfte und Mitarbeitende zu gewinnen.

Meckenheims Bürgermeister Sven Schnieber eröffnete den Abend, dankte den Mitwirkenden und wies darauf hin, dass es in Zeiten des zunehmenden Bedarfs an Fachkräften und der globalen Mobilität für viele Unternehmen unerlässlich sei, sich mit der Gewinnung von internationalen Mitarbeitenden zu beschäftigen. Dies bestätigte Daniel Dracke, Teamleiter des Arbeitgeberservice der BA Bonn. So werden in den nächsten 20 Jahren 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Rhein-Sieg-Kreis das 65. Lebensjahr vollenden. Dracke steht mit seinem Team als zentraler Ansprechpartner für Unternehmen zur Verfügung (www.arbeitsagentur.de/unternehmen). Der Arbeitsgeberservice berät und schaltet nach Bedarf weitere Experten hinzu.

Einer dieser Experten ist Bastian Olpp, der den European Employment Service (EURES) vorstellte. EURES hilft europaweit Arbeitsuchenden bei der Suche nach einer Arbeitsstelle und Unternehmen bei der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (www.eures-deutschland.de). Hierzu gibt es neben umfangreichen Informationen im Internet auch persönliche Beratung. Zudem stehen Fördermittel zur Verfügung, zum Beispiel für Sprachkurse, Trainings und zur Unterstützung der Mobilität.

Brigitte Jürgens von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) informierte ebenfalls. Die ZAV kümmert sich um die Gewinnung und Betreuung von Menschen aus dem Ausland bis hin zur Vermittlung an Unternehmen (www.zav.de). Sie stellte die Fachkräfte-Offensive „Make it in Germany“ (www.make-it-in-germany.com) und das Informationsportal für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen (www.anerkennung-in-deutschland.de) vor.

Wie die Gewinnung von Auszubildenden aus dem Ausland funktionieren kann, erklärte Nicola Inden von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) an einem Beispiel. Die IHK Bonn arbeitet in einem Projekt mit der IHK Trier zusammen. Hierbei seien seit Projektstart 2022 bereits 81 Auszubildende für Hotellerie und Gastronomie aus Indonesien rekrutiert worden (www.ihk-bonn.de/willkommenslotsen).

Am Ende beantworteten die Expertinnen und Experten zahlreiche Fragen der Unternehmen. Auch das Jobcenter und die Ausländerbehörde des Rhein-Sieg-Kreises standen Rede und Antwort, moderiert von Susanne Wagner, Pressesprecherin der BA.

Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bonner BA, hatte sich zu Beginn des Abends gewünscht, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer den „Schrecken vor der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland verlieren“. Denn es stünde ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Verfügung. „Der Wunsch scheint in Erfüllung gegangen zu sein. Der rege Austausch und das Interesse der Teilnehmenden zeigen, dass sich die Unternehmen ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und nun wissen, welche Möglichkeiten bestehen und an wen man sich wenden kann“, resümierte Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer der Stadt Meckenheim.

Wirtschaftsdialog in Meckenheim, von links: Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer, Bürgermeister Sven Schnieber, Brigitte Jürgens (ZAV), Stefan Krause (BA), Bastian Olpp (EURES), Daniel Dracke (BA), Nicola Inden (IHK) und Max Rummler (BA).

Bildquelle: Stadt Meckenheim